Hoch-Zeiten souverän meistern
Vor kurzem noch war das Thema „Sommerloch“ aktuell und wie man durch geschickte Maßnahmen möglicherweise katastrophalen Umsatzeinbußen begegnet. Nun kehrt sich die Situation ins Gegenteil um: Es folgen Zeiten der Hochsaison im Studio, die aber ebenso gut überlegte Schachzüge erfordern und sich gleichzeitig hervorragend eignen, um die Studiofrequenz auch dauerhaft zu erhöhen.
Mit Ende der Ferienzeit tritt häufig die erste „Nagelprobe“ für Ihre Studio-Kapazität auf: Viele Kunden sind wieder aus dem Urlaub zurück, alle brauchen rasch einen Termin, um ihre Nägel wieder in Topform bringen zu lassen – und sie haben Ihnen viel zu erzählen! Das erfordert für Ihre Zeiteinteilung eine etwas flexiblere Planung, denn der Kunde soll sich wohl fühlen. Verschiedene Maßnahmen können Ihnen Stress und Verärgerung durch abgelehnte Terminwünsche ersparen.
Zunächst die Zeiteinteilung: Es empfiehlt sich, längere Öffnungszeiten (zum Beispiel bis 20 Uhr) anzubieten, um den Kunden, die nur außerhalb der „Rushhour“ bedient werden können, entgegenzukommen. Analysieren Sie individuell Ihre Situation und richten Sie dort, wo Pausen (beispielsweise Mittagszeit) entstehen, eine „Happy Hour“ mit Preisnachlässen oder kleinen Sondervergünstigungen (freie Maniküre mit Handmassage) ein.
Wer es sich zeitmäßig leisten kann, wird Ihr Angebot gerne annehmen – und wegen der Sonderkonditionen kommen u.U. neue Kunden hinzu. Werben Sie in gleichem wie in ruhigen Zeiten auch in der Hochsaison für Ihr Angebot; die Beständigkeit gibt den Ausschlag! Denn jetzt ist die Zeit günstig, um ins Gespräch zu kommen. Bei Ihnen wird „jeder“ „sofort“ bedient, alles ist möglich, nur Wunder dauern ein wenig länger... Spaß beiseite – aber wenn fröhlich und sympathisch vermittelt (und möglichst realisiert) wird, dass Sie beinahe alles für Ihre Kunden tun , dann haben Sie gewonnen. Sie machen es möglich!
Eine weitere hilfreiche Maßnahme ist auch, das Personal kurzfristig aufzustocken, beispielsweise mit zwei zusätzlichen Kräften (als geringfügig Beschäftigte). Es genügt, wenn jemand das Terminbuch und das Telefon übernimmt, Getränke anbietet und zur allgemeinen Ordnung und Kommunikation beiträgt. Im Idealfall findet sich sogar jemand, der auch geschickt genug ist, die abschließenden Lackierungen oder das Ablösen von Restmaterial etc. zu übernehmen.
Präsentieren Sie ein Produkt des Monats im Schaufenster und bieten Sie es zu Sonderkonditionen an. Kunden erinnern sich vorwiegend gern an ihren Urlaub; die Musik-Hits des Sommers (national und international) sollten in Ihrer Musikeinspielung vorhanden sein. Und wenn wir uns langsam, aber stetig den Herbst-Event (Einladungen, Bälle, Theater- und Konzertbesuche) nähern – mit der Vorweihnachtszeit als Höhepunkt -, sollten Sie unbedingt ereignisspezifischen Nagelschmuck anbieten. Wie immer sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Hauptsache, die Kunden gewinnen die Überzeugung, dass Sie und Ihr Institut die erste Wahl sind, wenn es um Nägel und den damit verbundenen Kosmetikbereich geht.
Wenn hin und wieder von dankbaren Kunden kleine Aufmerksamkeit oder freundlichen Trinkgelder als Belohnung kommen, dann haben Sie es richtig gemacht. Ihre Botschaft „Ich bin für meine Kunden da“ ist angekommen. Apropos Aufmerksamkeit: In der Weihnachtszeit sollte es selbstverständlich sein, Kunden mit kleinen Präsenten eine Freude zu machen. Und denken Sie an die Männer – ein wachsendes Kundenpotenzial der Zukunft!

